07 Juli Hinter der Linse, mitten im Geschehen
Hinter der Linse, mitten im Geschehen
Als Foto- und Videograph fängt Philipp Schilcher große und kleine Momente gekonnt ein.
2022 hat Philipp Schilcher – im Tal allen als „Schilchi“ bekannt – seine Produktionsfirma MONTAMEDIA gegründet. Begonnen hat sein Leben hinter der Linse aber schon 2012. Damals noch als unschlagbares Duo mit Chris Böhm hat er bereits in jungen Jahren seine Berufung im Festhalten von Emotionen und Geschichten in Form von Fotos und Videos gefunden.
Der Kauf einer Kamera im Krankenstand nach einer Rückenverletzung hat für Philipp Schilcher den Grundstein seiner Karriere gesetzt. Mit der neu erworbenen Kamera wuchs auch seine Begeisterung für statische und bewegte Bilder. „Und spätestens während meines Praktikums bei MONTAFON TV, welches ich 2012 begonnen habe, war mir klar – hier sehe ich meine berufliche Zukunft.“ Mit viel Fleiß, Neugier und Begeisterung für Technik verbesserte Philipp schnell seine Skills und war tagein tagaus im ganzen Tal unterwegs, um sowohl Gästen als auch Einheimischen die Eventhighlights und Geschichten aus dem Montafon näher zu bringen. „Wir sind an Plätze gekommen, die man sonst nicht so einfach sieht – wenn es sein musste auch mit dem Helikopter!, sagt er stolz. Eines der größten Filmprojekte, das Chris und Philipp gemeinsam realisierten, war die Alpdokumentation HOJA, bei der sie in zwei Teilen Menschen während ihres Alpsommers begleiteten. „Das war wirklich eine besondere Zeit“, erinnert sich der kreative Montafoner zurück.
Mit dem Ende von MONTAFON TV begann für Philipp eine neue Ära. „Glücklicherweise konnte ich einen Großteil der Technik und des Kundenstocks übernehmen und hatte dadurch beste Voraussetzungen mich selbstständig zu machen“ – und das tat er. Mittlerweile gibt es kaum jemanden im Tal, der noch nicht vor seiner Linse stand. Fokussiert hat er sich auf Firmenkunden, aber auch Hochzeiten und andere kleinere Projekte begleitet er auf unvergleichliche Weise. Seinen Stil hat er längst gefunden, aber Stillstand will er auf keinen Fall. „Die Technik entwickelt sich so schnell weiter – wer da nicht am Ball bleibt, bleibt stehen.“ Die Begeisterung für die Fotografie hat er mittlerweile auch an seine Frau weitergegeben, die sich vor allem als Hochzeitsfotografin bereits einen Namen gemacht hat. „Wir können uns gegenseitig unterstützen und uns auch die Care-Arbeit aufteilen, das ist wirklich ein großer Pluspunkt der Selbstständigkeit“, betont er. Auch, dass die Wertschätzung gegenüber Kreativdienstleistern in den letzten Jahren wieder deutlich zugenommen hat, bestätigt ihm, den richtigen Weg gegangen zu sein. Angst durch KI ersetzt zu werden hat Philipp keine. Im Gegenteil. Sie macht die oft langwierige Post-Production deutlich einfacher und ermöglicht es mir, mehr draußen zu sein und meiner Leidenschaft nachzugehen und Momente und Begegnungen einzufangen. Wenn ich das so auch noch die nächsten Jahre genau so weitermachen kann, bin ich wirklich zufrieden.

